Archiv der Kategorie: Webdesign

Die »Fundstücke-Ausstellung« als Methode multisensorischen Lernens

Roland Meinel und Andreas Wendt entwickelten 2011 im Rahmen des von ihnen betreuten Moduls »Künstlerische Arbeit mit technischen Medien im Kontext der Kunstpädagogik« am Institut für Kunstpädagogik Leipzig ein Ausstellungsprojekt, welches die digitale Praxis mit »Handgemachtem« zusammenbringen sollte. Anders formuliert: »Wir möchten gemeinsam eine thematische Objekt-Ausstellung mit unseren eigenen Händen in einem realen Ausstellungsraum aufbauen, sie parallel auf einer Webseite abbilden und Verbindungen zwischen dem realen und dem digitalen Ausstellungsraum schaffen. Durch Kommunikation auf verschiedenen Kanälen wollen wir ein großes Publikum erreichen.«

Website des Projektes

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Fundstücke nachhaltiger Nachbarschaft

18 Fundstücke. 18 Geschichten. Die Ausstellung »Fundstücke nachhaltiger Nachbarschaft« präsentiert Objekte, welche im Raum der Leipziger Neustadt gefunden worden sind. Ausgehend von den gesammelten Stücken entsteht ein Bild des Stadtviertels, geprägt von vielfältigen Erlebnissen und Eindrücken. Weiterlesen

Ob ich es will oder nicht – was gebe ich im Internet von mir Preis?


NSA whistleblower Edward Snowden: ‚I don’t want to live in a society that does these sort of things‘

Mit der Veröffentlichung geheimer Daten vom Überwachungsprogramm PRISM des US-amerikanischen Geheimdienstes NSA rückt dieser Tage »1984« – Georg Orwells Dystopie einer totalitären Zukunft, in der die Medien absolut kontrolliert sind – näher an uns heran. »Big Brother is watching you«. Weiterlesen

Neustädter Fundstücke – Ausstellung virtuell und im Pöge-Haus

Eine Sammlung von Fundstücken aus der Leipziger Neustadt und Geschichten, die diese erzählen – eine Ausstellung im Pöge-Haus (Kunst am Markt: 25. Juni – 3. Juli 2011) oder immer virtuell in der „Wunderkammer“ des Instituts für Kunstpädagogik.

Ein Projekt der Kurse System-Design und Medien am Institut für Kunstpädagogik (Leitung Prof Wendt, Dr. Roland Meinel) zur Ausstellung „Kunst am Markt“.

An der eigene Seite basteln

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Für unser diesjähriges Wunderkammerprojekt (letztes Jahr: Artefakte moderner Archäologie) legen wir wieder selbst Hand an in der Welt des Internet. Die Möglichkeiten Internetseiten selbst zu bauen, ohne Kenntnisse von HTML und CSS, werden immer einfacher (hier stellte ich schon letztes Jahr ein paar Internet-Programme vor). Doch möchte man seinen eigenen Kopf durchsetzen oder in die bereits gestalteten Templates kreativ eingreifen, kommt man an der Bastelei nicht vorbei. Hier ein paar Hinweise: Weiterlesen

Vom defekten Link zum Sagmeister, über Hillman Curtis, zu Lauwrence Weiner

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Zur Erfüllung der Aufgabe, ein Wort mit Dingen, Gegenständen und Materialien zu formen, bitte ich die Studierenden meines Kurses Schriftgestaltung, sich von der Arbeitsweise des New Yorker Grafikdesigners Stefan Sagmeister inspirieren zu lassen.

Der auf die Kursseite eingestellte Link funktioniere nicht, schrieb eine Studentin. Also ging ich der Sache auf den Grund. Dabei besuchte ich wieder die Website von Hillman Curtis, dem Autor und Regisseur des Kurzportraits von Sagmeister. Eine Welle der Trauer ging vor einem Monat noch durch Twitter, als bekannt wurde, dass Curtis verstorben war.

Hillman Curtis gehörte zu den Pionieren des Webdesigns. Er benutzte als erstes die Technologie Flash zum Gestalten und Bauen einer Website und verstand früh, das diese Technologie für das Gestalten von Internetseiten keine Zukunft hat.

Interessant und bleibend sind seine Filmarbeiten. Neben Werbefilmen und Kurzfilmen drehte er Künstlerportraits, die man auf seiner Internetseite findet. Neben einem weiteren Film über Sagmeister sei an dieser Stelle »Design matters: Lawrence Weiner«, das Portrait des Konzeptkünstlers, empfohlen. Zum einen interessiert uns der Umgang Weiners mit Schrift und zum anderen freuen wir uns auf den Beitrag des Künstler auf der diesjährigen dOKUMENTA (13). Im Vorfeld zur großen Kunstschau ist ein preiswertes Büchlein erschienen (4 €), in dem er mit Skizzen und Anleitungen Einblick in seine Arbeitsweise gibt.

Lawrence Weiner: If In Fact There Is a Context (Aus der Reihe: 100 Notes – 100 Thoughts, Documenta 13)

Schriften in die Website einbinden

War es bis vor kurzem nur möglich, Standart-Systemschriften (Arial, Verdana, Times New Roman, Courier etc.) auf seiner Website anzeigen zu lassen, so setzt sich die individuelle Schriftgestaltung auf Seiten immer mehr durch. Nicht nur in Blog-Systemen oder Seiten wie about.me lassen sich individuell Schriften auswählen. Jeder kann auf seiner eigenen Seite für typografische Individualität und, durch die technische Optimierung für die Bildschirmausgabe, für bessere Lesbarkeit sorgen. Dafür stellen die großen und kleinen Schriftenhäuser immer mehr Webfonts her und bieten sie zum Kauf oder kostenlosen Download an. Jedoch nicht jeder Browser zeigt zur Zeit diese Webfonts an.

Grundsätzlich muss man zwischen zwei Varianten der Einbindung individueller Schriften unterscheiden:

1.
Man legt die Schriften in einem Verzeichnis auf dem Server der eigenen Website ab und fügt sie mittels CSS in die Seiten ein.

Diese Schriften liegen bei Schriftenhändlern, z.B. bei FontShop oder Fontspring, im .woff und .eot Format vor. Diese Formate werden von Firefox, Internet Explorer und Chrome unterstützt (Safari leider nicht). Mit der Seite Fontfonter kann man schon mal vorab die Wirkung bestimmter Schriften auf seiner Seite ausprobieren (Achtung! Durch einen Programmiertrick funktioniert dies auch in Safari!).

Alle notwendigen Informationen zum Einsatz von Webfonts und einen kostenlosen Font zum Download bietet FontShop auf einer Themenseite.

«Fontspring» bietet einige seiner Schriften kostenlos oder zum kleinen Lizenz-Preis für die Einbindung in Websites an. Großer Vorteil, man erhält ein Schriftenpaket, das neben den Formaten .woff und .eot auch eine OpenType-Schrift (für die Desktop-Nutzung) enthält. Einen Überblick über die Webfonts, die unterstützten Browser und Formate und die Vorteile gegenüber des Schriftenmietens bei «Typekit» (siehe 2.) gibt es hier.

Fontssquirrel, eine gute Quelle für Free Fonts, bietet mit dem @font-face generator ein Werkzeug, zur Umwandlung von Fonts in das .eot- und .woff- Format

2.
Die Schrift liegt auf einem fremden Server und wird kostenlos oder kostenpflichtig mittels CSS in die Seiten eingebunden. Der Vorteil dieser Technik liegt in der Darstellung der Schriften in nahezu allen Browsern und auf mobilen Geräten.

Google hostet eine Reihe von Webfonts und bietet diese kostenlos zur Einbindung in die eigene Seite an. Eine Anleitung und einen Schriftenüberblick gibt es hier.

Bei «Typekit» mietet man Schriften auf Grundlage von Seitenaufrufen (Page Views) auf seinen Seiten.

Die Nutzung einer Schrift bei bis zu 25.000 Seitenaufrufen ist kostenlos. Für kleine Seiten also durchaus, angesichts der Auswahl an hochwertigen Schriften, eine Alternative zu den Schriften bei google. Die Nutzung ist einfach und auf der Seite von Typekit gut erklärt.

Weitere Informationen bei drweb.de

Benötigte Werkzeuge zum Einbinden der Schriften in die eigene Seite

Um die Stylesheets in seinen Quellcode einzubinden, kann man auf jeden Texteditor zurückgreifen. Einfacher machen diese Arbeit aber spezialisierte Programme, besonders wenn man keine oder wenig Erfahrung mit CSS hat. Einen Überblick über CSS-Editoren gibt es hier.

Ich benutze auf dem Mac das einfach zu bedienende CSSEdit. Sehr nützlich zum analysieren der Seite und ausprobieren von Programmierungen (CSS, HTML, JavaScript) live in der Website ist das Firefox Add-on Firebug.

Für den Transfer der CSS-Dateien vom und zum Server nutze ich den empfehlenswerten FTP-Client Cyberduck (für Mac & Win) der es auch ermöglicht, Dateien direkt auf dem Server zu bearbeiten.

So, das war nun genug zu Webfonts! Pinsel in die Hand!
Film: Ein großer und ein kleiner Mensch Schreiben das Alphabet.