Archiv der Kategorie: Typografie

Ohne Sorgen sich mit Schrift beschäftigen

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Ausstellungen

Zwei Ausstellungen in Berlin, unbedingt empfehlenswert, deren Besuch sich gut verbinden lässt – Schrift in der Bildenden Kunst und Schrift im angewandten Bereich, Claus und Spiekermann:

Carlfriedrich Claus. Geschrieben in Nachtmeer
Ausstellung. 8. April – 5. Juni 2011
Akademie der Künste, Berlin

Eine Überblicksausstellung über das komplexe Werk von Carlfriedrich Claus (1930-1998), dem zu Lebzeiten zurückgezogen Künstler aus Annaberg in Sachsen. Ein philosophischer Schrift, Sprach- und Denkkünstler mit Einfluss auf die Kunst des ausgehenden 20. Jahrhunderts. Erstmalig sind auch seine frühen Fotografien zu sehen.

Anmerkungen zum Künstler, Beispiele und ein Unterrichtsprojekt zu CF Claus finden sich auch in «Kunst+Unterricht Heft 343-344»


erik spiekermann. schriftgestalten«
23. März bis zum 6. Juni 2011
Bauhaus-Archiv in Berlin

Die Ausstellung gibt einen Einblick in das vielfältige Werk des Schriftgestalters, Designers und FontShop-Gründers. Anlass der Ausstellung ist die Ehrung des Designers mit dem Deutschen Designpreis 2011 in der Kategorie «Persönlichkeit» für sein bisheriges Lebenswerk. Allen sichtbar ist sein Wirken durch die Präsens seiner Schriften, wie z.B. ITC Officina, FF Meta, FF Info, FF Unit und die Exklusivsschriften für die Deutsche Bahn.

 

Mit bald 128000 Followern bei Twitter (@espiekermann) hat er den Status eines Popstars in der Typoszene – keine Wunder, zwitschert er doch immer nützliche, wichtige Informationen oder einfach nur Sprüche.

Tipps und Anleitungen

Nützliche Hinweise, Tipps und verschiedene Materialien rund um das Thema Schrift und Typografie bietet der Bereich «Education» bei FontShop und natürlich das (kostenlose) Nachschlagewerk «Apfel i» als E-Book (PDF).


Nutze das Smartphone als Hilfsmittel und  Werkzeug zum Schriftenerkennen und -kennenlernen.  Zei nützliche FontTools:

Du siehst eine Schrift und möchtest herausbekommen um welche es sich handelt? Mit «WhatTheFont» können Schriften indentifiziert werden. Einfach Schrift fotografieren und hochladen. Noch praktischer ist es in Form einer kostenlosen iPhone App.

Eine gute Inspirationsquelle und «Schriftschule» ist FontShuffle, eine App für iPhone, iPod touch und iPad. Fast 700 Schriftfamilien sind alphabetisch und nach Klassen sortiert. Sie können aber auch spielerisch gefunden und immer wieder neu sortiert werden. Ebenso lassen sich kurze Mustertexte schreiben.

Und zum Schluss noch etwas Unterhaltung

Body Writing: Der Text von Tom Waits Song «Come On Up to the House» von seinem großartigen Album «Mule Variations» (1999) auf einen Körper geschrieben. Der Rhythmus des Stop-Motion-Films geht mit dem Song und Stimme von Tom Waits eine wunderbare Verbindung ein.

Apfel i

Das kleine grafische Lehrbüchlein »Apfel i« unterstützt alle, die gestalterische tätig sind. Und das sind heute tatsächlich alle, die in Word ihre Texte tippen oder auf Facebook, Twitter, Tumblr etc. ihre Texte und Bilder hinterlassen. Hierfür gibt es das nötige Grundlagenwissen und die wichtigsten Regeln anschaulich aufbereitet – von der Verwendung von Schrift bis zur Aufbereitung von Grafik- und Bildmaterial.

Im Fontblog erfährt man mehr zum »Apfel i« und es gibt den kostenlosen Download (Desktop- und Mobile-Version). Wer will, kann auch gleich bei Issuu direkt blättern.

Publikation «Schrift und Gestaltung»

Kunst+Unterricht: Schrift und Gestaltung
Heft 343/344, 2010
Herausgegeben von Andreas Wendt

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Dieses materialhaltige Doppelheft gibt einen Überblick über die Rolle von Schrift und Schriftgestaltung in der Gegenwart. Es zeigt vielfältige Positionen im professionellen Umgang mit Schrift als einem Basiselement im Grafikdesign und als Material in der bildenden Kunst. Weiterlesen

Kalligrafie mit Licht – Das rückstandslose Taggen

Kalligrafie mit Licht kommt immer mehr in Mode. Es hinterlässt keine Spuren, macht aber nicht weniger Spaß als mit dem Maker in der Hand.

Interessante Arbeiten mit arabische Schriftzeichen zeigt der Franzose Julien Breton:
Seine Lichtkalligrafien zeigt er hier und unter lightgraff. In Videos zeigt er auch Arbeiten auf Papier.

Lichtfaktor ist ein Kölner Kollektiv, welches mit Licht zeichnet und bewegte Lichtzeichnungen filmisch festhält.

Über das spurlose Graffiti schrieb auch «art-online» am 26.07.2007.

Etwas aufwendiger und sehr eindrucksvoll ist das Schreiben mit dem Laser-Pointer – eine Idee des Graffiti Research Lab. Wie es funktioniert hat Dorit zusammengestellt. Noch mehr über das Graffiti Research Lab erfährt man hier und ein interessantes Interview mit Michael Zeltner stand in der TAZ (SONNTAZ), 25./26. April 2009.

Beispiele für (und aus) dem Kurs «Schrift» im Institut für Kunstpädagogik:
Lichtkalligrafie 2014
Lichtkalligrafie 2012